14. September 2026
Anreize zur Abregelung von Erneuerbaren bei negativen Strompreisen
Eine aktuelle Studie verdeutlicht den Bedarf für stärkere Anreize zur Abregelung von Wind- und Solarparks bei negativen Börsenstrompreisen. Die Analyse zeigt eine Diskrepanz zwischen bestehenden wirtschaftlichen Signalen und dem tatsächlichen Einspeiseverhalten der Anlagenbetreiber.
Die Untersuchung von Professor Lion Hirth belegt, dass im Jahr 2025 trotz negativer Börsenstrompreise nur ein Teil der Windkraft- und Photovoltaikanlagen die Produktion drosselte. Während für viele Windkraftanlagen bereits ein wirtschaftlicher Anreiz zur Abregelung besteht, erhalten zahlreiche Photovoltaikanlagen weiterhin eine Marktprämie oder Einspeisevergütung. Dies führt dazu, dass ein Großteil der erzeugten Strommengen trotz negativer Preissignale in das Netz eingespeist wird. Für Projektentwickler von Batteriespeichern und Erzeugungsanlagen gewinnt die Thematik der Abregelung im Netzanschlussprozess zunehmend an Bedeutung. Eine präzise Planung der Steuerbarkeit nach §14a EnWG sowie die Integration von Speichersystemen ermöglichen eine flexiblere Reaktion auf Preissignale am Strommarkt. Diese Flexibilität unterstützt den sicheren Netzbetrieb und verbessert die wirtschaftliche Performance der Projekte maßgeblich. Projektverantwortliche sollten bei der Netzanschlussanfrage und der anschließenden Netzverträglichkeitsprüfung die technischen Voraussetzungen für eine fernsteuerbare Leistungsreduzierung frühzeitig einplanen. Die Investition in intelligente Steuerungstechnik und Speicherkapazitäten schafft die Basis, um auf negative Preisphasen effizient zu reagieren. Eine proaktive Auseinandersetzung mit diesen Marktmechanismen sichert die langfristige Rentabilität der Anlagen.
Was das für Netzanschlussprojekte bedeutet
Die zunehmende Notwendigkeit zur Abregelung erfordert eine frühzeitige Berücksichtigung von Flexibilitätsoptionen in der Projektplanung, um wirtschaftliche Risiken bei negativen Strompreisen zu minimieren.
Quelle: pv magazine Deutschland
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